QM-Forum › Foren › Qualitätsmanagement › Mehrere Pflichtenhefte nebeneinander?
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wir haben mehrere Geschäftsbereiche, die sich recht deutlich unterscheiden (Hardwareentwicklung, Software/Firmwareentwicklung und SAP Entwicklung) – hat zwar alles mit Computern zu tun, aber das war es dann auch an Gemeinsamkeiten. Jetzt hat jeder dieser Bereiche bisher seine eigenen Vorlagen – eigenes Pflichtenheft etc. Unser großer Boss will alle 3 Bereiche auf einer Vorlage zusammenführen „weil das so von der Norm gefordert ist“. Davon ist mir nichts bekannt – kennt der die ISO9001 besser als ich? Was meint Ihr? Meine bisherige Auffassung dazu ist, daß wenn man gute Gründe hat und die auch darlegen kann, es völlig ok ist, wenn verschiedene Bereiche verschiedene Vorlagen benutzen – wenn sie es nur durchgängig tun.
Bin auf Eure Kommentare gespannt.
gruß + Dank,
schwarzbaer
Hallo Schwarzbär!
Meine Dauerbitte: Besorg‘ Dir die Norm und LIES sie!!! Es stehen praktisch keine Detailforderungen dazu, wie etwas zu tun ist, drin!
Ich mache für alle Dokumente seit langem nur noch inhaltliche Vorgaben. Eine offizielle Vorlage gibt es nicht. Inoffiziell kann man ja trotzdem etwas zur Verfügung stellen.
Bleibt nur die Frage, ob die Firma wirklich nach dem Motto „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ effizienter läuft?Schöne Grüße
Frank Hergt
Hallo Frank,
Ich kenne die Norm, und ich habe sie gelesen. Genau deshalb verstehe ich nicht, wer unserem Geschäftsführer diesen Floh ins Ohr gesetzt hat von wegen wir müssten unbedingt übergreifend nur eine Vorlage benutzen.
Ich gehe nämlich davon aus, das wir mit den bereichsspezifischen Vorlagen erheblich besser fahren.
Nichts für ungut, ich hab‘ mich wahrscheinlich blöd ausgedrückt, aber Du darfst davon ausgehen, daß ich nicht als QB arbeite und dabei die Norm nur vom Hörensagen kenne ;-)
gruß, schwarzbaer
Tschuldigung, tschuldigung ;-)
Tut mir leid, aber wir hatten hier schon zu viele, die wirklich als QB arbeiten und die Norm nicht haben (war der GL zu teuer…..).
Ansonsten hilft für solche Fälle manchmal das Simulationsverfahren: Gemeinsame Vorlage erstellen und das letzte Projekt aus jedem Bereich darin überführen. Wenn’s Unfug ist, sollte sich das dabei klar zeigen. Ist leider viel Arbeit.
Und manchmal hilft wirklich nur noch Subversion durch Gehorsam: Befehle von oben strikt befolgen, bis der Karren endgültig vor der Wand steht. Hilft natürlich auch nur bei einer GL, die normalerweise noch fähig ist, Wände und eingedellte Stoßstangen als solche zu erkennen.Viel Glück
Frank
Hallo Schwarzbaer,
in der ISO 9001 steht so etwas nicht!
Der Grundgedanke hinter der Prozessorientierung ist doch, dass jede Firma ihr Prozesse so gestalten kann, wie sie als optimal emfpunden werden.
Wenn Du also drei Pflichtenhefte hast und die sich so unterscheiden, dass sie schlecht zusammenführbar sind, warum sollte man das dann tun?Natürlich entsteht immer das Gefühl „sich überzudokumentieren“ wenn man unterschiedliche Kinder mit einem Namen versieht, aber deswegen alles in ein Dokument zu pressen, ist meines Erachtens auch nicht der Sinn der Sache.
Wie ich Dich verstanden habe, habt ihr drei unterschiedliche Prozesse und dazu jeweils ein Pflichtenheft. Im Sinne von prozessorientierten Dokumenten doch genau das Werkzeug, was ihr braucht?!
Viele Grüße aus dem weißen Norden
QMarc__________________________
Wer noch nie einen Fehler gemacht hat, hat sich noch nie an Neuem versucht.
(Albert Einstein) -
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