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  • QMarc
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    Hi Chris,

    bin zwar kein Autobauer, aber Chemiker. Vielleicht kann ich dir ein paar Tipps geben ;-).

    So wie Du es schilderst, ist euer Bauteil feinporig. In diesen Poren verteilt sich Zinksulfat egal ob du nur die Oberfläche der Form beschichtest oder es im Spritzmittel selbst einsetzt (letzteres glaube ich aber jetzt nicht, oder???).

    In dem Moment, wo Du lackierst kann es in geringem Maße dazu kommen, dass Bläschen platzen (auch durch Wärme) und an der Oberfläche Zinksulfat freisetzen. Das könnte ein Problem sein.

    Die andere Variante ist, das es gar nicht am Zinksulfat liegt, sondern euer Sprüh- bzw Aushärtungsprozess nicht in Ordnung ist. Wenn sich freies Polyol dort befindet, kommt es eventl. auch zu Haftungsstörungen (ist jetzt aber die unwahrscheinlichere Variante).

    Aus meiner Sicht gibt es mehrere Möglichkeiten:
    1. Wechselt das Trennmittel (ich dachte bisher auch immer, dass als Trennmittel Kohlenwasserstoffemulsionen eingesetzt werden … kenne zumindestens eine Firma, die solche Trennmittel herstellt)
    2. Bringt doch mal gezielt Zinksulfat auf ein Bauteil auf, bearbeitet es und schaut ob die Haftung schlechter wird. Dann habt ihr ein Indiz für den Effekt von Zink(ionen) bzw. Salzen auf der Oberfläche.

    Ansonsten bräuchte ich mehr Details und einen Hinweis, was ihr denn unter Gitterschittprüfung versteht.

    Ich hoffe, es hilft,
    viele Grüße und schönes Wochenende,

    QMarc

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    Wie verlassen sind die Wege des geringsten Widerstands?

    geändert von – Qmarc on 11/08/2006 16:41:31

    QMarc
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    Moin Nobbe,

    sech mol, tut es nicht auch eine farbige Markierung der Schaufeln am Griff?
    Ich denke da an Edding, Farbe oder Klebeband?

    Ist nicht das, was Du wolltest, aber vielleicht hilft dir der Tipp ja trotzdem ;-).

    Viele Grüße

    Qmarc

    QMarc
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    Hallo Andrea,

    ich habe auch schon schöne Diagramme mit bunten Pfeilen gesehen, halte aber vom Nutzen für Firmen nicht viel.

    Ich würde das Thema Wechselwirkungen nicht zu eng sehen. Am besten erledigt sich die Thematik in einem Flowchart der zugehörigen Prozessbeschreibung.

    Beispiel Autolackiererei, Umgang mit Lösungsmittelhaltigen Lacken (Gefahrstoffe):

    -> Schutz der Mitarbeiter (GefStoffV / BGVR) -> Umgang mit Gefahrstoffen
    -> Emission (BImSchV) -> Genehmigung, Lösungsmittelbilanz
    -> Entsorgung -> Umgang mit Abfällen

    Die zugehörigen Prozessbeschreibungen und Arbeitsanweisungen kannst Du dann direkt verlinken. Ansonsten in Textform kurz auf das weitere umweltrelevante Prozedere eingehen.
    That´s it.

    By the way: Der Dokumentationsaufwand für Umweltmanagementsysteme wird immer wieder überschätzt. Wenn man die rechtlichen Forderungen abgedeckt hat, bleiben nur noch 40-50% an restlichen Dokumenten.

    Viele Grüße

    QMarc

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    Wie verlassen sind die Wege des geringsten Widerstands?

    QMarc
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    als Antwort auf: MS Visio #40793

    Hallo zusammen,

    ist es nicht so, dass die Flowcharts für Viflow mit Visio erstellt werden? Ich hatte mal eine Demoversion und da war es so.

    Ansonsten gibt neben Visio auch kleinere, billigere Flowchartprogramme, die das gleiche können. Das Modul in OpenOffice kann sich inzwischen auch sehen lassen, ist kostenlos und unbebrenzt kompatibel zur MS-Welt.

    Viele Grüße

    QMarc

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    Wie verlassen sind die Wege des geringsten Widerstands?

    QMarc
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    Moin Newbie,

    sorry, irgendwie kann ich deinen Ausführungen nur begrenzt folgen … aber zu deinen Fragen folgende Antworten, so sie dir denn helfen.

    – Ob Turtle oder nicht – Du kannst deine Prozesse darstellen wie immer Du möchtest. Erlaubt ist alles, was zu mehr Tranparenz und besser gesteuerten Verfahren führt. Die Hauptsache ist, dass die Mitarbeiter verstehen worum es geht und das Du nicht nur Dokumentation der Dokumentation willen erzeugst. Hast Du mal jemanden von der Werkbank gefragt, ob er mit deiner Darstellung klarkommt und versteht, worum es geht?

    – Alle Prozesse können dementsprechend auch Turtles sein … siehe 1. Antwort.

    – Die Anzahl der VA bzw. der Prozessbeschreibungen (ich finde den Ausdruck passender) liegt ebenfalls alleine bei dir. Du musst natürlich die Forderungen der Norm nach dokumentierten verfahren erfüllen … der Rest ist Kür und sollte deiner Firma respektive Firmenkultur entsprechen.

    – Aus Unterprozessen kannst Du ebenfalls VA machen. Die Wahl, ob es eine Arbeitsanweisung oder VA ist, hängt alleine davon ab, wie detailliert Du den Prozess/die Arbeiten beschreiben willst. Beispiel: „Entsorgung von Abfällen“ wäre eine Prozessbeschreibung, „Reinigung des Ölabscheiders (inkl. Entsorgung)“ wäre eine AA … so zumindestens aus meiner Sicht.

    By the way: Du solltest vielleicht die Dokumentation zwei drei Wochen liegen lassen und dann selbst nochmal daraufschauen, ob dir noch alles klar ist und Du die Struktur/Anweisungen auf Anhieb verstehst. Manchmal ist man so in „seiner Welt“ gefangen, dass der eigentlich Zweck aus den Augen verschwindet … mach es nicht zu komplex, sondern so, dass es euch auch nützt.

    Ich hoffe, ich konnte dir helfen,
    viele Grüße

    QMarc

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    Wie verlassen sind die Wege des geringsten Widerstands?

    QMarc
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    Moin Aphel,

    ich würde an deiner Stelle einfach logisch an das Thema herangehen.

    Was muss mein Produkt erfüllen?
    Was darf auf keinen Fall passieren?
    Wo sind zusätzliche Parameter zu beachten?
    Was sagt mein Kunde? (sehr wichtig)
    Bewährt sich mein Produkt im Feldeinsatz?
    Wie verhält sich das Produkt im Vergleich zu Konkurrenzprodukten?
    Gibt es Benchmarks? etc.

    Nur ihr alleine wisst, was der (Mehr)Wert eures Produktes ist und wo die Grenzen liegen. Diese gilt es systematisch zu beleuchten. Wie und in welcher Form ihr das dann dokumentiert, ist abhängig von allein eurer Firmenkultur, es sei denn ihr müsst dabei bestimmte Gesetze/Forderungen einhalten.

    Ich hoffe, das hilft weiter, viele Grüße
    QMarc

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    QMarc
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    Moin Aphel,

    ich benutze den Begriff Unterweisung nur in den rechtlich relevanten Bereichen, wo ich bestimmte Handlungsabläufe und Standards brauche, z.B. Arbeitssicherheit, Gefahrstoffe, Erstunterweisung am Arbeitsplatz, Gefahrgut.
    Es sind (wen ich mich kritisch hinterfrage) alle Themen, die die Mitarbeiter ohne das unterwiesene Know How nicht (richtig) ausführen können.

    Schulungen sind für mich alle anderen zuzsätzlichen Sachgebiete (Prozessdenken, Umweltmanagement, …).

    Hmm, na ja bei genauerem Nachdenken verwischen sich die Abgrenzungen. Denn Mitarbeiter werden auch zu externen Schulungen geschickt, um bestimmte Qualifikationen zu haben, die absolut notwendig sind … stellt meinen ersten Absatz wieder in Frage ;-).

    Viele Grüße

    Qmarc

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    Moin Jürgen,

    was mich wundert, ist dass Du selber nicht weisst, welche Art von Nachhaltigkeitmanagement gemeint ist.

    Im Bereich Umwelt gibt es für Nachhaltigkeit inzwischen eine relativ scharfe Definition (im Gegensatz zu früher). Zertifizierungszeichen wie FSC und blauer Engel haben dazu beigetragen, genaue Vorstellungen zu erarbeiten und Grenzen festzulegen.

    Im Bereich Unternehmensmanagement kann Nachhaltigkeit sehr unterschiedliche Modelle umfassen. Von finanzieller Nachhaltigkeit der Marktausrichtung und Produktpalette bis hin zu nachhaltigen 0-Fehler-Strategien. Letztlich haben alle Ansätze eines gemeinsam: Der Blick über den Tellerrand hinaus auf Co-Faktoren, die die Zielrichtung ebenfalls beeinflussen können. Vernetzt denken anstatt singuläre Lösungen zu schaffen (hier findest Du auch die Analogie zu Ökosystemen wieder).

    Nachhaltigkeit im Unternehmen kann somit auch die soziale Komponenten in Bezug auf die Mitarbeiter umfassen. Das Stichwort hierzu wäre dann Corporate Social Responsibility (CSR).

    Für mich bleibt die Frage: Was genau brauchst Du?

    In Bezug auf dein letztes Posting der Hinweis, einen Blick auf die Entstehung der ISO 9001:2000 zu werfen. In der 94er-Version gab es das relativ starre System der 20 zu erfüllenden Kriterien. Dies wurde in der 2000er Revision durch Prozessdenken ersetzt, welches offen für alle Prozesse (auch außerhalb des reinen QM) ist. Diese Revision wurde sehr stark durch die Gedanken des TQM beeinflusst und dann an QM angepasst. Wenn Du zum Beispiel einen Blick auf die Malcolm Baldrige Kriterien wirfst, dann sind die Überlappungen offensichtlich.

    Soweit in Kürze … ich hoffe, es hilft ein wenig.

    Viele Grüße
    Qmarc

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    Gerne doch … und guten Hunger :-)

    Qmarc

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    Moin Loretta,

    – Extras
    -> Änderungen hervorheben
    -> Optionen
    -> Überarbeitete Zeilen
    -> äußere Rahmenlinie

    … zumindestens in meiner Version :-))

    Viele Grüße
    Qmarc

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    Moin zusammen,

    [Dino quote]
    Ich habe die Befürchtung, dass dieses ganze System irgendwann implodieren wird.
    [/Dino quote]

    Ich würde an den auditierenden Kunden folgende Zeilen schicken.

    „Sehr geehrter Kunde,
    aus Gründen der betrieblichen Auslastung, der von Ihnen gewünschten niedrigen Preise und unseres hohen Aufwandes, Ihnen höchste Qualität zu liefern, halten wir es für unnötig ihrem Wunsch nach einem Kundenaudit nachzukommen.
    Wir haben zu tun.

    Mit freundlichen Grüßen
    ihr bester Lieferant“

    Euch allen einen schönen Tag
    Qmarc

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    QMarc
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    Moin msb,

    nice to read you :-).

    Ich habe noch eins oben drauf:
    Großer Kunde kommt und macht drei Tage lang ein Six Sigma Audit.
    Resultat: top Bewertung und Bester im Benchmarking mit den Mitbewerbern. Leider kauft der Kunde woanders, weil unsere Produkte zu teuer sind …
    Wer hat den Aufwand und die Zeit bezahlt?

    In diesem Sinne viele Grüße
    Qmarc

    P.S. Ich gehe gleich noch meinen Kühlschrank im Hinblick auf den Hefekaltschale-Lagerungs-Prozess hin auditieren …

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    QMarc
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    Hallo zusammen,

    @Marcus Lobbe, Mr.Idea:

    Ihr habt recht, dass die rechtlichen Forderungen so sind, dass die Lagerbedingungen auch in den Sicherheitsdatenblättern (SDB) stehen müssen.

    Aber … 1. Der Ersteller eines Sicherheitsdatenblattes kann nicht wissen, ob ein Verwender giftige, brennbare, explosive oder Stoffe mit noch anderen Eigenschaften hat und wird die Verantwortung für jeden Einzelfall rundum ablehnen.

    2. Der Gesetzgeber schreibt auch ein Vorsorgerecht des Verwenders vor.

    3. Die Realität sieht manchmal anders aus – unausgereifte, unvollständige SDB oder amerikanische Safety Data Sheets. Wenn man in Zwang ist, von Monopolisten kaufen zu müssen und diese die Bedingungen diktieren, dann hat man unter Umständen ein Problem.
    In der Regel hat man die Möglichkeit über Gewerbeaufsicht, BG und BAUA Druck zu machen, aber wer hat dafür schon Zeit, Nerven und Geld?

    Das Lagerkonzept des VCI ist universell einsetzbar und hilft, sofern man die physikalischen und toxikologischen Eigenschaften eines Stoffes oder einer Zubereitung hat.

    Ich hoffe, ich male nicht zu schwarz, habe das alles aber schon erlebt und gehe daher lieber auf „Nummer sicher“.

    Viele Grüße
    QMarc

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    QMarc
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    Moin Henning,

    für die Lagerung von Gefahrstoffen gilt das Lagerkonzept des VCI. Dieses wird auch in diversen Rechtsvorschriften herangezogen, weil es umfassend erklärt, was wann wo und wie zusammengelagert werden kann.

    Post ist in Arbeit :-),
    viele Grüße

    QMarc

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    QMarc
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    Hallo Henning,

    bedruckt ihr die Verpackungen selber?
    Ich denke, dass sich eure Umweltauswirkungen und damit die geltenden rechtlichen Felder in Grenzen halten sollten.

    Bin zur Zeit in der Druck- und Papierindustrie aktiv … vielleicht können wir uns per Email austauschen?

    Viele Grüße
    Qmarc

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